Das Therapiepferd

Die Therapiepferde in Twenge leben im Offen-Stall.
Am frühen Nachmittag werden sie von den Betreuern zu ihrem Arbeitsplatz -zur Reithalle - geführt. Alles geschieht
in
Ruhe, aber die Pferde erleben immer wieder einmal andere Personen, die sie von ihrer Weide abholen. Darauf müssen sie sich täglich neu einstellen, gelassen und freundlich bleiben
.

Regelmäßige osteopathische Überprüfungen und Behandlungen tuen den Therapiepferden gut, insbesondere, wenn sie ihre Arbeit schon viele Jahre verrichten. Katrin Oberpottkamp arbeitet hier am weiteren Wohlbefinden von Funny.

Wenn alle Pferde in der Reithalle angekommen sind, werden sie geputzt und gestriegelt, auch die tägliche Hufpflege müssen sich die Pferde gefallen lassen und auch dabei keine Nervosität zeigen. Da die Handlungen täglich wiederkehren, kennen die Pferde die Abläufe.

Hier wird dem Pferd der Gurt angelegt. Das Gurten ist für die Pferde ist nicht einfach, deshalb muss es sehr sensibel erfolgen, damit der Gurt von den Pferden akzeptiert wird. Ein ständig richtig gegurtetes Pferd bürgt für die Sicherheit seiner Reiter während der Therapietermine.

Von einem Theraphiepferd wird eigentlich in jeder Situation Sicherheit, Zuverlässigkeit, Aufmerksamkeit und Gelassenheit verlangt. Das setzt allerdings voraus, dass es gut und liebevoll ausgebildet wird und selbst neue unterschiedliche Lernangebote erhält. Hier übt sich Puschel beim Gehen über die Pferdewippe.

Wippentraining: Monti und Noemi
Mit unendlicher Geduld, Zuwendung, Lob und Bestätigung erarbeitet Noemi mit Monti, angstfrei mit der Wippe umzugehen, denn er soll ja seine Reiter sicher über dieses schwierige Hindernis tragen können. Die Pferdewippe ist unverzichtbar  in unserer therapeutischen Arbeit.

Longieren macht dem Puschel und dem Bonito Spass, aber hier ist auch Voraussetzung, dass sich Pferdeführer und Pferd die Verständigung über die Longe gemeinsam erarbeiten. Klarheit in der Zeichensetzung und liebevolle Bestätigung schaffen Vertrauen, Bindung und führen somit auch zum gewünschten Ziel.

 

Das richtige Heranführen des Pferdes an die Aufsteigerampe und das ruhige Abwarten, bis der Reiter behutsam aufgestiegen ist, wird solange geübt, bis das Pferd seine Aufgabe verstanden hat und dann die erforderliche Sicherheit beim Aufsteigevorgang gegeben ist.

Einen Reiter tragen, viele neue Geräusche von unterschiedlichen Gegenständen hören, dabei ruhig und gelassen bleiben, das gehört auch zum “Job” des Therapiepferdes. Puschel beschnuppert neugierig die Schellen, Rasseln und anderen Spielzeuge. Dafür gibt es dann auch immer wieder ein dickes Lob und Lekkerchen.


Therapie - einmal anders, die Pferde sind geschmückt, viele Menschen sind um sie herum, die Pferde warten gelassen und friedlich, bis auch sie einen Reiter durch einen Parcours tragen dürfen. Alles ist gut......die Pferde strahlen Ruhe aus, die kleinen und großen Menschen nehmen die Ruhe auf und geniessen diese.
 

TRH-ueberscrift